logo
 

Herstellung

 

Grundmaterial

Das verwendete Grundmaterial wird durch Mischen von Ton und Wasser in einem Kneter hergestellt. Der Ton wird ausschließlich vor Ort gewonnen.

"Keramiken sind weitgehend aus anorganischen, feinkörnigen Rohstoffen unter Wasserzugabe bei Raumtemperatur geformte und danach getrocknete Gegenstände (sogenannte Grünkörper), die in einem anschließenden Brennprozess oberhalb 700 °C zu härteren, dauerhafteren Gegenständen gebrannt werden. Einen härteren Scherben bekommt man durch höhere Brenntemperatur, wobei es ab etwa 1200 °C (je nach Tonmasse) zu einer Sinterung kommt, die die Porosität des Scherbens aufhebt. Man erhält also dauerhaft flüssigkeitsdichte Gefäße." 1

 

Töpfern

In den nachfolgenden Bildern sehen Sie unseren Lieferanten bei der Produktion eines seiner Keramiktöpfe an der Drehscheibe. Größere Gefäße werden in mehreren Schritten hergestellt.

 

Trocknen

Nach dem Drehen werden die Gefäße getrocknet. 

"Nach der Formgebung ist der Rohling feucht durch

  •     mechanisch eingeschlossenes Wasser in den Hohlräumen,
  •     physikochemisch gebundenes Wasser (Adhäsion, Kapillarwasser) und
  •     chemisch gebundenes Wasser (Kristallwasser).

Die Trocknungsgeschwindigkeit hängt außer von dem umgebenden „Klima“ stark von der Rezeptur der Rohmasse ab. Um die Trocknungsgeschwindigkeit zur Vermeidung von Rissen niedrig zu halten, können die Rohlinge abgedeckt werden.  Das physikochemisch gebundene und insbesondere das chemisch gebundene Wasser werden allerdings erst durch den Brand vertrieben.

Unterschieden werden drei Stadien des Trocknens:

Lederhart: der Scherben lässt sich nicht mehr verformen, besitzt aber noch soviel Feuchtigkeit, dass man ihn dekorieren kann.
Lufttrocken: der Scherben gibt bei Raumtemperatur keine Feuchtigkeit mehr ab und fühlt sich kühl an.
Brennreif: der Scherben fühlt sich nicht mehr kühl an, sondern erweist sich als bedingt saugfähig (Versuch: Zunge bleibt an Scherben kleben)." 1

 

Brennen

Die Keramiken werden in traditionellen Öfen, die mit Holz und Olivenkernen befeuert werden, gebrannt. Die Brenntemperatur erreicht dabei 1050 bis 1100 Grad Celsius und der Brennvorgang dauert ca. 10 Stunden.

Zwölf Stunden nach dem Backvorgang werden die Becher aus dem Ofen entnommen und mit Wasser gefüllt. Diese Phase dauert mindestens 6 Stunden und trägt wesentlich dazu bei, die Langlebigkeit und Wasserundurchlässigkeit der Gefäße zu erreichen. Die Keramiken gelten durch die verwendete Technik als frostsicher bzw. frostfest.

 

Herstellung vor 50 Jahren

Keramikprodukte haben eine lange Tradition in Griechenland. Früher sind die noch zahlreich tätigen Töpfer samt Familie durch das Land gereist und haben vor Ort wo Bedarf bestand ihre Produkte hergestellt. Die Gefäße dienten größtenteils zur Aufbewahrung von Lebensmitteln, Olivenöl und Wein. Die Bevölkerung verfügte damals noch nicht über entsprechende Transportmittel – somit „reiste“ die Ware sozusagen zum Konsumenten.

 

 

Geschichte der Keramik

Unser Produzent engagiert sich seit mehr als 25 Jahren um den Erhalt dieses traditionellen Handwerks und der minoischen Kunst. Die ersten archäologischen Funde datieren auf 7000 v. Chr., das Handwerk der Töpferei in Kreta blühte zunächst in der frühen minoischen Zeit (3000 bis 2100 v. Chr.) und kam zu ihrem Höhepunkt in der nahen minoischen Periode (2100-1600 v. Chr.).

Viele seiner Kunstwerke orientieren sich an den Funden der archäologischen Stätten der minoischen Periode. 

"Die Herstellung von Keramik gehört zu den ältesten Kulturtechniken der Menschheit. Während der jungpaläolithischen Kultur des Gravettien wurden erste Kleinplastiken aus gebranntem Lösslehm hergestellt. Der Lösslehm wurde mit Knochenmehl gemagert und in einer Feuerstelle gebrannt. Das berühmteste Beispiel ist die circa 30.000 Jahre alte Venus von Dolní Věstonice, dazu kommen eine Reihe von Tierfiguren aus Dolní Věstonice, Pavlov und vom Wachtberg in Krems.

Die Entdeckung von Keramik als Töpferware aus Ton ist wahrscheinlich unabhängig voneinander in mehreren Regionen erfolgt. Die ältesten Keramikgefäße der Welt sind aus der Jomon-Kultur Japans nachgewiesen und datieren um 13.000 v. Chr. Von da verbreitete sich die Technologie über Wildbeuter-Kulturen nach Korea sowie in das Amurgebiet. Neue Entdeckungen belegen ebenfalls sehr alte (möglicherweise die älteste) Keramik in China. Funde aus einem Höhlengrab bei Xianrendong in der Provinz Jiangxi werden sogar auf ein Alter von bis zu 20.000 Jahren geschätzt.

Im Nildelta trat Keramik erstmals im 9.–8. Jahrtausend v. Chr. auf, und noch früher, im 10. Jahrtausend v. Chr., bei Jäger- und Sammlergruppen im heutigen westafrikanischen Mali (Fundplatz Ounjougou). Um 7000 v. Chr. ist Keramik bei mesolithischen Kulturen am südlichen Bug in der Ukraine nachgewiesen, etwa zeitgleich mit ihrem ersten Auftreten im Neolithikum des Vorderen Orients um die Mitte des 7. Jahrtausends v. Chr.. Frühe Töpferware wurde nach heutigem Wissen überall im „offenen Feldbrand“ hergestellt. Im 5. Jahrtausend sind in China erste Töpferöfen nachgewiesen, im Vorderen Orient im 4. Jahrtausend. In Mitteleuropa gibt es zeitgleiche Nachweise für Töpferöfen aus Triwalk, Mecklenburg-Vorpommern, aus der Trichterbecherkultur.

Ihre Verbreitung in den Kulturen der Jungsteinzeit verdanken Keramikgefäße den verbesserten Möglichkeiten zur Vorratshaltung, die sich bei gleichzeitiger Sesshaftwerdung durchsetzt, da sie zuvor als zu schwerer und zerbrechlicher Transportbehälter zunächst ungeeignet war. Keramik spielt eine ganz wesentliche Rolle im Rahmen der Determination (Identifizierung und Datierung) archäologischer Kulturen." 1

1 Die unter Anführungszeichen gesetzt, kursiv geschriebenen und mit 1 markierten Artikel basieren auf dem Artikel Keramik aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. http://de.wikipedia.org/wiki/Keramik

 

 

Kontakt

Gerald Amon

Betriebsgebiet 7

3153 Rotheau

+43 (0)699 / 10537500

gerald-amon@a1.net

www.kreta-garden.at